Kommen dir diese Sätze bekannt vor?

“Ich kann mich für nichts wirklich entscheiden.” Ich fange alles Mögliche an und bringe nichts zu Ende.” Ich habe total viele Interessen und bin sehr neugierig. Etwas Neues lernen macht mir Spaß, aber sobald ich es kann, fängt es mich an zu langweilen.” “Wenn ich nicht alles tun kann, mache ich erst gar nichts.”

Wenn du einen dieser Sätze schon einmal zu dir gesagt hast, so wie ich, dann bist du wahrscheinlich ein Scanner.

Was ist eigentlich ein Scanner?

Scanner, bzw. Scannerpersönlichkeiten sind Menschen, die auf Grund ihrer Veranlagung auf eine ganz besondere Art und Weise denken und handeln.

Viele Menschen sind damit zufrieden sich mit einem Interessengebiet zu beschäftigen. Ganz im Gegenteil dazu, interessiert sich ein Scanner für viele verschiedene Dinge, die beim ersten Betrachten nichts miteinander zu tun haben.

Es fällt ihnen leicht, sich aufgrund ihrer nie versiegenden Neugier, in ein neues Interessengebiet schnell und gründlich einzuarbeiten.

Scanner blühen auf, wenn sie sich mit etwas Neuem, Interessantem beschäftigen können, wenn es etwas Neues zu lernen gibt. Sie bringen scheinbar unvereinbare Dinge zusammen und sind dabei äußerst kreativ.

Weil sie sich für so viele unterschiedliche Dinge interessieren und mit den unterschiedlichsten Themen beschäftigen, werden sie auch Renaissance Menschen genannt, angelehnt an Menschen, wie z.B. Leonardo Da Vinci, die sich zur Zeit der Renaissance meist mit ganz vielen unterschiedlichen Themen beschäftigten.

Scanner lieben es zu lesen, zu schreiben, malen, Musik zu machen, sich mit alten Kulturen beschäftigen, Backen, Rezepte ausprobieren, Tango tanzen. Es gibt kein entweder oder, sondern ein sowohl als auch.

Für Scanner ist die Welt ein einziger Delikatessenladen voller Leckereien.

Am liebsten würden sie sich mit beiden Händen bedienen. Doch für welche Delikatesse sie sich nun entscheiden sollen ist schwierig, es ist alles so verlockend!

Die moderne Gesellschaft hat oft kein Verständnis.

Die heutige moderne Welt ist auf Spezialisten ausgerichtet. Sich mit vielen Dingen und Themen gleichzeitig oder immer wechselnd zu beschäftigen wirkt auf die Umwelt nicht selten befremdlich. Oft wird es sogar mit mangelndem Durchhaltevermögen und fehlender Willensstärke verwechselt.

Scanner haben, wie die meisten Menschen gelernt, man darf sich nur eine Süßigkeit nehmen. Konzentriere dich auf eine Sache! Wie viele verschiedene Dinge willst du noch beginnen? Diese Glaubenssätze haben sich über die Jahre gefestigt und tragen nicht gerade zu einem blühenden Selbstvertrauen bei.

Im Delikatessenladen verhungern.

So kann es kommen, dass es sich für einen Scanner anfühlt, wie im Delikatessenladen zu verhungern, weil sie sich zum Schluss gar nichts nehmen.

Es ist das Gefühl, wie gelähmt zu sein, weil die Welt voller verlockender, faszinierender Möglichkeiten steckt.

Sich für eine Sache zu entscheiden würde bedeuten auf alles andere zu verzichten.

Haben sich Scanner einmal endgültig für eine Sache entschieden, sind sie unglücklich, unzufrieden und es ist als würde man ihnen die Luft zum Atmen wegnehmen.

Das ist doch nichts Besonderes.

Vor allem, wenn es sich um Talente und Fähigkeiten handelt, die nicht über eine hohe gesellschaftliche Anerkennung verfügen, sind gerade Frauen schnell dabei, ihre vielfältigen Talente und Fähigkeiten unter den Scheffel zu stellen. Fertigkeiten, die sie sich möglicherweise nicht durch eine “richtige” Ausbildung angeeignet haben.

Eine Klientin von mir, meinte sie könne ja “Nichts. Sie hatte vor vielen Jahren, nach anfänglich gut anlaufender Karriere, nur noch Jobs unter ihren Qualifikationen bekommen, da sie sich als allein erziehende Mutter entschieden hatte, Teilzeit zu arbeiten.

In dieser Zeit eignete sie sich ein fundiertes Wissen über Homöopathie an und ist jedesmal die erste Adresse ihrer Freunde, wenn es um gesundheitliche Fragen geht. Sie ist eine begnadete Malerin und  wenn jemand nicht weiß, wie am sinnvollsten seine Möbel zu stellen, ist man bei ihr auch genau richtig. Ganz abgesehen von Wissen für die tollsten Kochrezepte, Haushaltstipps und Blumenarrangements. Ich bin mir total sicher, sie könnte aus jedem dieser Talente ein wunderbares Business machen.

Dabei stehen ihr zwei für Scanner typische Glaubenssätze im Weg:

 Typische Glaubenssätze

1. Das ist doch nichts Besonderes, das kann doch jeder und

2. Ich weiß nicht für welches Spezialgebiet ich mich entscheiden soll, welches mir am meisten Freude bereitet auf die Dauer. 

Im Laufe unserer Zusammenarbeit, konnten wir ihre nichtdienliche Glaubenssätze auflösen. Nachdem wir das Thema gefunden hatten, welches allen ihren Interessen zugrunde liegt und wie ihr scannertypisches Belohnungssystem funktioniert, ist sie nun dabei mit Begeisterung ihr Geschäftsmodell zu entwickeln.

Was denkst du?

Erkennst du dich in einigen Punkten hier wieder? Fällt es dir auch schwer, diese EINE Sache zu finden? Deine wahre Berufung?

Hier unten im Kommentarfeld kannst du über deine Erfahrungen berichten und wenn dir der Artikel gefallen hat, vergiss nicht ihn auf Facebook und Pinterest zu teilen.

Bild: Evren Ozdemir

 

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